Archiv der Kategorie: „I“ Serie

LOL memory

– on going
Acrylplatte, Kupferdraht, Schnur, Buchleim, Metall,
alle „I“ (ich) – Worte aus den verschiedenen SF Roman

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Photo: Shintaro Yamanaka (Qsyum!)

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Core Rope Memory, auch bekannt als „LOL Memory“ (Little Old Lady Memory), war eine Form von ROM-Speicher (Read-Only Memory). Dieser Datenträger wurde in den 1960er-Jahren von Frauen in den Fertigungsstätten der NASA durch ein manuelles Webverfahren hergestellt. Er kam in den frühen Raumfahrtprogrammen der NASA zum Einsatz, insbesondere im Apollo-Leitcomputer.

LOL Memory – The ship who sang (2018)

Acrylglas, Kupferdraht, Schnur, Metall, alle „I“ (ich)-Worte aus dem Buch „The Ship Who Sang“ (Anne McCaffrey, 1969)
6-teilig, je 30 x 22 x 1 cm

Photo: Shintaro Yamanaka (Qsyum!)

Alle “I” (ich) – Worte aus dem Buch “The Ship Who Sang” (Anne McCaffrey, 1969)

Naho Kawabes Arbeit The ship who sang verbindet einen literarischen Stoff mit einem wenig beachteten, da weiblich konnotierten Teil der Technikgeschichte: Die zahlreichen i-s, die auf die Wandobjekte angebracht wurden, stammen aus der Science-Fiction-Romanreihe „The Ship Who Sang“ von Anne McCaffrey (1969). Die zarten Metallgeflechte auf den Acrylplatten hingegen beziehen sich auf die „LOL Memory“ (Little Old Lady Memory) – ein Begriff aus der Computergeschichte, der auf handgewebte Speicherstrukturen verweist, die in den 1960er Jahren von Frauen in der NASA-Fertigung für das Apollo- und Marsprogramm hergestellt wurden. Kupferdrähte wurden dabei in ein präzises Netz geflochten, das Informationen speicherte – eine frühe Form technischer Programmierung als manuelle Webpraxis. Die „Rope Mother“ Margaret Hamilton galt mit diesem Verfahren als eine der ersten Softwareingenieurinnen. Ihre Arbeit machte Raumfahrt von der Erde aus erst möglich.

Zur exakt gleichen Zeit schickte Anne McCaffrey die Protagonistin Helva ihrer Science-Fiction-Romane ins All: Das Gehirn der jungen Frau wird zur kybernetischen Steuerzentrale eines Raumschiffs. Helva ist nicht mehr eindeutig Frau noch Maschine – was also ist das I?Kawabe thematisiert die Gegensätze zwischen Fiktion und Realität: Während ein körperloses Gehirn zur Steuerzentrale wird, bleibt weibliche, körperliche Arbeit unsichtbar.

Text: Marina Ćurčić-Šarac

Photo: Shintaro Yamanaka (Qsyum!)

Bücher, aus den “I” herausgeschnitten:
„The Ship Who Sang“ (Nanne McCaffery, 1969)
„Love is the Plan The Plan is Death“ (James Tiptree Jr, 1973)
„And I awoke and found me here on the cold hill’s side“ (James Tiptree Jr, 1972)
„The Girl who was plugged in“ (James Tiptree Jr, 1974)
„The Women men don’t see “ (James Tiptree Jr, 1973)
„Houston, Houston, do you read?“ (James Tiptree Jr, 1976)
„We who stole the dream“ (James Tiptree Jr, 1978)
„And I awake and found me here on the cold hill’s side“ (James Tiptree Jr, 1972)
„With delicate mad hands“ (James Tiptree Jr, 1981)

Ausstellungen: Galerie Nanna Preußners, Hamburg (DE) / Waitingroom, Tokyo (JP) / Konya 2023, Fukuoka (JP)/ gkg, Bonn (DE) / Arti et Amicitiae, Amsterdam (NL) / Deusches Auswanderhaus, Bremerhaven (DE)

Solaris

Schnur, Buchleim, alle „I“ (ich) – Worte aus dem Buch „Solaris” (Stanislaw Lem, 1961), 60 x 50 cm

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Photo: Kenichiro Amano

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Photo: Kenichiro Amano

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Photo: Fabian Hammerl

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Photo: Kenichiro Amano

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Ausstellung: waitingroom, Tokio (JP)